Erstgespräch mit Town & Country

Vorab muss gesagt werden, dass sich unsere Erfahrungen mit Town & Country ausschließlich auf die BKS Massivhaus Dornbirn, Vorarlberg, beziehen. Bei Town & Country handelt es sich um ein Franchise-Unternehmen, das zwar einen Rahmen wie die fertig geplanten Produkte, die Verträge und die Infrastruktur vorgibt, da es sich aber um eigenständige Unternehmen handelt, kann die Erfahrung überall anders sein. Wir haben uns natürlich vorab im Internet informiert und es gibt auch aus Österreich einige Bau-Blogs über Town & Country, aus Vorarlberg haben wir aber so gut wie nichts gefunden, weshalb wir uns auch vorgenommen haben, einen zu schreiben, falls wir denn mit T&C bauen sollten.

Am Telefon hatten wir dem Berater von Town & Country, Markus Mader, bereits über unser Budget und unsere groben Vorstellungen informiert:

  • Wir benötigen für die Finanzierung eine Wohnbauförderung.
  • Wir möchten mit möglichst wenig Risiko bauen.
  • Wir können nicht viel Eigenleistung erbringen.

Beim Erstgespräch hatte er bereits ein Angebot und eine Kalkulation vorbereitet. Die voraussichtlichen Kosten lagen bei etwa 35.000 € über dem Preis, der im Internet als Minimum genannt wurde, aber uns war sowieso klar gewesen, dass es nicht bei diesem Preis bleiben würde. Er hatte allerdings bereits geschaut, dass über die Energie-Klasse des Hauses und die geforderte große Solaranlage die Anforderungen für die Wohnbauförderung erfüllt waren. Zudem hatte er schon fast alles einkalkuliert, was wir an Ausstattung im Endeffekt sowieso genommen hätten, was laut einigen Erfahrungen im Internet allerdings häufig erst später zur Sprache kommt und dann den niedrigen Preis vom Anfang nochmal ordentlich steigen lässt, wie Rollläden, eine seperate Dusche oder Kleinigkeiten wie ein Wasseranschluss außen. Wir hatten an dieser Stelle als einzigen Zusatzwunsch eine Fußbodenheizung. Dass er von Anfang an mit offenen Karten gespielt und alles Notwendige bereits eingerechnet hatte, machte auf uns einen guten ersten Eindruck. Da T&C eine Fixpreisgarantie hat, kommt das uns als sicherheitsbewussten Menschen definitiv zu Gute.

Town & Country baut ja nach einem bestimmten Katalog von fertig geplanten Häusern. Obwohl sie später in Massivbauweise mit Ziegeln errichtet werden, spart man sich so die grundlegende Planung des Hauses. Wenn man wenige Änderungen an dieser Planung vornehmen möchte wie wir, dann spart man sich damit definitiv Geld. Für uns muss es in erster Linie praktisch sein. Verspielte, verwinkelte Wohnungen liegen uns nicht mehr so, seit wir in einer süßen kleinen Maisonette-Wohnung gewohnt haben und es zum Putzen extrem umständlich fanden. Wir einigten uns sehr schnell auf das Raumwunder 114, ein schönes Häuschen mit Satteldach und 114m² Wohnfläche in 4 Zimmern, das genau die Ausmaße hat, wie wir sie uns immer vorgestellt haben.

Im Preis inkludiert sind Schutzbriefe, ein Baugrundgutachten, ein unabhängiger Sachverständiger, Fixpreisgarantie und Fertigstellungsgarantie. Natürlich zahlt man das alles auch, aber wir hätten das vermutlich sowieso machen lassen und sind froh, wenn man uns die Organisation abnimmt. Als absolute Laien das Bauen betreffend brauchen wir eine Firma, der wir vertrauen können und die für uns alles Nötige übernimmt bzw. uns bei den Dingen, die wir tun müssen, anleitet.

Ein Problem, auf das wir im Internet immer wieder gestoßen waren, war, dass zusätzlich zum Hauspreis noch plötzlich jede Menge Posten für Erdarbeiten und ähnliches aufkommen, die zuvor nicht kommuniziert wurden. Auch das wurde gleich mit einkalkuliert: Zusätzlich zum Standard-Vertrag von T&C wurde von der BKS noch ein Vorarlberg-Paket erstellt, das für einige Punkte der Standard-Ausstattung eine Verbesserung darstellt, wie zum Beispiel Ton-Ziegel statt YTONG, Leerverrohrung für Verlegung der Elektrik, malfertig verputzt statt tapezierfertige Ausführung, verbesserte Dämmung, und auch noch einige Dinge abdeckt, die sonst im Vertrag nicht enthalten wären und Zusatzkosten verursachen würden, aber sowieso benötigt werden, wie das Baustellen-WC. Für die Kosten der Erdarbeiten am Grundstücks bieten sie zusammen mit einem örtlichen Unternehmer seit kurzem ein Erdarbeiten-Paket an, mit dem in den meisten Fällen die Kosten abgedeckt sind. So konnten alle unsere Fragen, ob denn dieser oder jener Posten bereits einkalkuliert worden sei, positiv beantwortet werden.

Natürlich kann man alle Arbeiten auch selbst vergeben, aber da wir niemanden im Bekanntenkreis haben, der uns da helfen könnte, ist das für uns uninteressant. Nur die Verlegung der Böden und das Streichen haben wir uns herausrechnen lassen, da kann man nicht viel kaputt machen. 😉

So gut wie alles, was wir im Internet über zusätzliche Kostenpunkte bei Town & Country gefunden hatten, konnte wir in der Kalkulation von Markus Mader wiederfinden. Am Ende haben wir, das Büro mit einem Angebot verlassen, das fast genau dem entsprach, was er uns bereits vorbereitet hatte. Das hat für den Anfang schon ein sehr positives Gefühl hinterlassen, da über die großen Bauträger im Allgemeinen ja oft gesagt wird, dass anfangs der Preis künstlich niedrig kommuniziert wird, bis später die versteckten Kosten kommen. Da wir sehr vorsichtig sind, hat uns das auf alle Fälle positiv überrascht. Wir hoffen, dass unsere weiteren Erfahrungen ebenfalls so gut sein werden.

Markus Mader hat uns auch gleich einen Finanzberater empfohlen, mit dem sie oft zusammen arbeiten. Mit ihm wollen wir die Finanzierung nochmal durchsprechen und diese evtl. noch optimieren.